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für alle die es noch nicht gemerkt haben.

9. November 2006

Hier ist schluss, aus die maus. Nix zu retten, auch nicht mit 500 abos. Wenn kaulquappen zigarren rauchen und dann auch noch abhusten ist das selbst mir zu durch. Und nachdem nun endlich mal 2 leute aus dem flash nichtmehr aufgewacht sind, frag ich mich ob der tote herr wolf wohl besser riecht als 2 wochen zeltlager in nem müllkontainer. Kurz und knapp, ich noch treppe du schon fahrstuhl, doch du nur göthe ich voll schiller.

Deinen inneren seelenfrieden musst du dir zukünftig woanders abholen. Du kannst dir zwar gewiss sein, dass es da draußen noch jemanden gibt der es härter treibt, jedoch wird dir das in zeiten der langsam eintretenden inkontinenz auch nicht helfen. Sie zeigt dir, dass du für dein handeln selbst verantwortlich bist.
Meine geistig gefausteten analen werd ich zwar weiter zum besten geben. Jedoch nicht hier, und auch nicht da wo du es vermutest. Fragen lohnt sich nicht. Anna und Arthur liegen nämlich am Mallorquinischen strand und halten zwar nicht das maul, gurgeln und rülpsen aber nur selbstgerecht. Wer jetzt durst bekommen hat oder einfach nur traurig ist: Graffitientferner und Felgenreiniger sollen helfen.

peace out!

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sommer…

17. Oktober 2006

die beste erfahrung, das seid Ihr, oder Wir, vielleicht ich aber auf jeden fall du. ich meine uns. in diesem jahr haben wir so viele leute getroffen, haben freundeskreise überschnitten, querverweise gezogen und viel zurückhaltung mit einem lächeln beiseite geschoben und um euch geht es eigentlich…und das ganze ist schließlich auch eine Loblied auf mamma- berlin!die ganze stadt ist unsere spielwiese. du kannst zentralen der macht in tanzpaläste verwandeln, du kannst parks und wiesen in hippie- raves verwandeln, du kannst mit schwaben auf berlinerisch verhandeln, du kannst kleine räume in kochende tanzwut ummodeln, du kannst sachen sehen, von denen du nicht glaubtest, dass du das könntest, du kannst leute treffen die deine weltsicht packen, mit einer bewegung zerlegen, dich in gedanken zurücklassen und dich nach einem moment mit einem Lächeln verändert zurückholen. Du kannst die friedrichsstrasse mit stinkefinger und blume hinuntertanzen, du kannst am hermannplatz tanzen und karstadt anpinklen, Du kannst leute mitnehmen, so viele warten darauf…

vio elektroschelle

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wer macht mit:

13. Oktober 2006

Max Wright ist homosexuell, raucht Crack und dreht Homemade-Pornos mit Obdachlosen!

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unkommentiert

2. Oktober 2006

fragt der spiegel den jan so:

Am Abend des 30. Juni, einem Höhepunkt der WM-Euphorie – Deutschland hatte Argentinien mit 5:3 besiegt –, sind Sie beim diesjährigen Fusion-Festival in Mecklenburg-Vorpommern mit Deutschland-Trikot aufgetreten: Das Publikum hat Sie ausgepfiffen, als „Faschist“, als „Rassist“ und als „Kokser“ beschimpft. War das ein unvergesslicher Zusammenstoß mit einem Stück deutscher Wirklichkeit?

und der antwortet:

Ich war immer schon Deutschland-Fan – und immer schon Deutschland-Gegner: Das eine ist die Mannschaft, die auf den Platz läuft, das andere die Mannschaft, die im Reichstag sitzt. Ich habe das immer klar getrennt. Ich hatte Angst vor der Fußball-WM, die ganze Deutschtümelei kann ich nur schwer ertragen. Dann hat mich die gute Stimmung aber derartig geflasht: Türken, Libanesen, Palästinenser, die sich die Deutschland-Fahne an ihre Döner-Bude hängen! Und dann: das Fusion-Festival. Die Veganer-Raver, Öko-Raver, das Korrekt-Ghetto. Da hingen Schilder mit „WM-freie Zone“ und „Flaggenverbot“. Unerträglich. Da werden auf Seiten des alternativen Festivals so viele Regeln und Normen aufgestellt wie auf der anderen Seite, die man doch eigentlich bekämpfen will. Ich bin also im Deutschland-Trikot – das hatte ich mir in Göttingen noch extra bei Karstadt gekauft – auf die Bühne gegangen und habe „Deutschland! Deutschland! Deutschland wird Weltmeister!“ gerufen. Das fanden die PC-Leute halt nicht so witzig. Ökos vertragen keine Gags.

und das interview auch noch unter dem titel „Pop: Kritik muss Tanzen“.

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Wesensverwandtheit.

28. September 2006

Das Dreifingerfaultier ist ein äußerst faszinierendes Geschöpf. Im Grunde ist die Trägheit sein einziger Wesenszug. Es schläft im Durchschnitt 20 Stunden am Tag. Am regsten ist das Faultier bei Sonnenuntergang, wobei das Wort „rege“ hier mit größtmöglicher Relativität zu verstehen ist. Am Boden kriecht es, wenn es motiviert ist, mit einem Tempo von 250 metern die Stunde zu seinem nächsten Baum, das heißt, 440 Mal langsamer als ein motivierter Gepard. Unmotiviert legt es vier bis fünf Meter die Stunde zurück. Trifft man auf freier Wildbahn auf ein schlafendes Dreifingerfaultier, so genügt es in der Regel, es zwei bis drei Mal anzustoßen, um es zu wecken. Es wird sich dann in jede erdenkliche Richtung umsehen, nur nicht in die, aus der der Stoß kam.

Was das Gehör angeht, ist ein Faultier nicht wirklich taub, es interessiert sich nur nicht für Geräusche. Und den etwas höher entwickelten Geruchssinn sollte man auch nicht überschätzen. Es heißt sie könnten abgestorbene Äste riechen und dann meiden, doch es wird berichtet, dass Faultiere häufig zu Boden fallen, weil sie sich an abgestorbenen Ästen festhalten. Man fragt sich, wie ein solches Tier überhaupt überleben kann. Es überlebt, weil es so langsam ist. Trägheit und Schläfrigkeit schützen es vor allen Gefahren, sie sorgen dafür, dass ein Jaguar oder Ozelot das Faultier überhaupt nicht wahrnimmt. Das Dreifingerfaultier lebt in vollkommenem Einklang mit seiner Umgebung. Stehts hat es ein gutmütiges Lächeln auf den Lippen.

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von den farben…

„Wisch dir die scheisse ausm Gesicht!“ schrie irgendeine Person die ich nurnoch in umrissen erkennen konnte. „Nein!“ schrie ich zurück. „Das ist unsere Kriegsbemalung!“. Irgendjemand hatte mir das Gesicht blau angemalt und gesagt „jetzt gehörst du zu uns“. Ich war stolz. Man drückte mir einen Topf mit Farbe in die Hand und ich verstand sofort. Meine Aufgabe war es so schnell es geht viele Menschen in unsere Mannschaft zu holen. Denn die anderen Freaks, jene mit roter farbe, würden ebenso eifrig am Endsieg arbeiten. Ich war auf dem absoluten höhepunkt meines PCP-Rausches. Ich grinste, tanzte und malte und tanzte und grinste. Ab und an kamen mir ein paar Worte über die lippen, die ich aber selbst nichtmal mehr verstand. Egal, denn ich war nicht alleine.

Ich hatte schon die zweite nacht nicht geschlafen. Hatte sogar am vorabend noch Kreislaufzusammenbrüche von den scheinbar doch zu großzügig konsumierten Pillen gehabt, war eigentlich durch und fertig. Aber jetzt hatte ich nochmal Kraft, konnte Bäume aus dem Boden reißen, war wie frisch aus dem Ei gepellt. Licht schien ein neues erlebnis zu sein, es drang mir tief in die knochen, es war früher Mittag oder später Vormittag, je nach Betrachtungsweise. Um mich herum tanzende, grinsende leute. Manche trugen flaggen, fast alle hatten fahnen.

Die stimmung war gelöst. Wen „wir“ noch nicht blau gemalt hatten, hatten „sie“ rot gemalt. Wir brauchten wasser, wir fragten, holten, organisierten, bekamen es. Wir versuchten so manchem das rot abzuwaschen und nun doch wieder blau einzufügen. Es gab zwei weiße banner, sie waren zwischen Bäumen gespannt. Von zeit zu zeit ein flash: Wir malten. Nein kleksten. Jemand hatte sich einen Turban aufgesetzt.

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ride the line

Das hier hat mich grade sehr fasziniert.

vorallem als ich das hier gesehen hatte:

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eins weniger, eins bleibt.

27. September 2006

Hallo.
Ich habe zwei lieblingsblogs. Eins ist jetzt nichtmehr da. Eins gibt es immernoch.

Zuerst zur schlechten Nachricht. Es war trashig, krass und es kannte keine Tabus. Germanophobia hat aufgehört zu bloggen. Das ist sehr schade. Aber es geht mit neuem anspruch weiter. Mal schauen ob mir das gefällt.

So nun zu meinem zweiten lieblingsblog. Dort bin ich reinster konsument. Ich habe noch nie etwas kommentiert. Auch hab ich erst einmal einen beitrag verlinkt. Aber Lysis: du hast ein tolles blog und das muss jetzt einfach mal gesagt werden. weida so :)

bookmark this!

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Depressionen und andere Arschlöcher


Das Wetter ist noch gut. Naja, es war zumindest noch gut. Man stelle sich vor, ein junger Mann wacht auf. Er hat ausgeschlafen. Er hat geschlafen, über 30 Stunden lang, aber er ist immernoch müde. Was war das für ein schlaf? Er fühlt sich verwirrt. Bevor er kaputt ins Bett gefallen war, hatte er gewacht. War er wach. War er hier und dort, hat getanzt und gelacht, hat drogen zu sich genommen, hat getrunken, viel getrunken. Er hat Nächte verstreichen lassen ohne sich auszuruhen. Er hatte Spass, viel Spass. War unterwegs gewesen mit Freunden und Menschen von denen er es zumindest behauptet.

Dann wacht er auf. Das Wetter ist (immernoch) gut. Kaum eine Wolke am Himmel. Er ist müde, verpeilt, verkatert. Er ist traurig. Er geht auf die Straße. Das Licht, es scheint von der Sonne zu rühren, blendet ihn. Mit verkniffenen Augen geht er zur Bäckerei, kauft sich ein Baguette. Das Baguette ist sicher nicht schuld an der ganzen scheiße. Es ist ein tolles Baguette, belegt mit allem was man sich auf seinem Baguette so wünscht. Deshalb kauft er es sich ja auch. Aber es schmeckt nicht, obwohl es schmecken müsste. Das es nicht schmeckt liegt nicht am Baguette sondern am allgemeinen Zustand des Konsumenten. Er nimmt noch einen Kaffee im Plastikbecher mit. Zwei milch, zwei zucker. Das ist schon besser. Er setzt sich hin, setzt sich auf eine Parkbank in einer kleinen Grünanlage und bleibt dort erstmal sitzen. Er denkt nicht groß nach, macht keine Pläne, sondern sitzt und ist damit beschäftigt unzufrieden zu sein. Nach Stunden der Unzufriedenheit steht er auf, geht nachhause, legt sich ins Bett, macht das Radio an. Im Sleep-modus schaltet sich das Radio von alleine wieder aus, aber das merkt er schon nicht mehr, er schläft schonwieder.

Vincent van Gogh

Dann wird es wieder Tag. Naja nacht. Er wacht auf. Steht auf. Macht das licht an, denn er ist in tiefster Nacht aufgewacht, denn er ist am tiefsten Mittag eingeschlafen. Er steht auf und macht das Licht an, stolpert in die Küche, setzt Wasser auf, trinkt Tee.

Schwarzer Tee ohne Zucker.

Er packt ein paar sachen ein, guckt auf die Uhr, es ist eine beschissene Uhrzeit. Wäscht sich. Putzt die Zähne. Verlässt das Haus. Geht zum Bahnhof. Sitzt in einem Zug, vollkommen anonym. Niemand interessiert sich hier für die anderen. Traurig sind irgendwie alle. Außer die Kinder. Die rennen hin und her und nerven alle die versuchen anonym zu sein. Umsteigen nach 4 stunden, aussteigen nach noch einer.

Taxi oder Bus? Taxi.

Am anonymsten sitzt man alleine in einem Haus, dass man kennt aber nichtmehr erkennt. Man sitzt allein, kann nachdenken, kann entscheiden, kann vergessen. Hat zu tun und die Uhr läuft weiter und weiter. Ein tag folgt dem anderen und nichts lenkt einen ab.

Zu jeder vollen Stunde kommt der Kuckuck aus der Uhr die noch an der wand hängt und schreit danke.

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Wichtiger Terminhinweis

18. September 2006

Am 23. September, also dem nächsten Samstag wird es mal wieder eine Tanzparade gegen Baggy-trousers, den kommenden Winter und irgendwie auch gegen Nazis geben.

Das wird lustig, vorallem weil ein Zusammenhang an dem auch ich beteiligt bin wohl einen Wagen (nein, nicht den hier abgebildeten) an den Start bringt.

rischtisch geil

Details und lineup werden noch nicht verraten. Ihr werdet „uns“ aber sicher erkennen.

Termin:
Kein Kiez für Nazis
23. September – 15 Uhr – Frankfurter Tor
Parade durch den Kiez
ab 18 Uhr Party am Boxi.
Mit viel viel Techno.

gude laune

bis dann!